Die Himmelsleiter am Turm der Petruskirche

Geretsried - Dieses Kunstobjekt hat schon in ganz Deutschland für Aufsehen gesorgt. Jetzt leuchtet die Himmelsleiter ein Dreivierteljahr in Geretsried. Ein Beitrag der Kirchengemeinde zum 500. Reformationsjubiläum.

„Die Menschen werden schauen, staunen und miteinander ins Gespräch kommen, wenn sie die Himmelsleiter sehen“, meinte der 2. Bürgermeister der Stadt Geretsried, Hans Hopfner, in seinem Grußwort. Der Geretsrieder Ortspfarrer Georg Bücheler erinnerte, dass schon in dem Lutherchoral "Vom Himmel hoch, da komm ich her" diese Himmelsleiter als Tonleiter abgebildet sei, die den Engeln den Weg zu den Menschen weise. Und Elisabeth Anton vom Kirchenvorstand ergänzte: Die Himmelsleiter solle zum Nachdenken über die Verbindung von Himmel und Erde anregen. Eine breite Mehrheit im Kirchenvorstand habe dieses Projekt unterstützt. Sie dankte Sponsoren und Spendern, die dazu beigetragen haben, "dass dieses Kunstwerk nun inmitten von Geretsried am Turm der Petruskirche leuchten könne."Die 28 Meter hohe Himmelsleiter ist mit sieben Engelsflügeln und zwölf beleuchteten Sprossen versehen. Bei der offiziellen Inbetriebnahme vor etwa 150 Gemeindegliedern und Schaulustigen strahlten die LED-Leuchten rot und blau in die Abenddämmerung.

Der Gaißacher Restaurator und Künstler Erwin Wiegerling betrachtet seine Himmelsleiter als Sinnbild eines Lebenswegs zur Vollkommenheit. Das Kunstobjekt sei Antwort auf die Bitte des Pfarrers der ehemaligen Klosterkirche St. Mang in Füssen gewesen, „etwas zum Jahrtausendwechsel zu machen“. Die Lichtinstallation habe damals für viel Aufsehen gesorgt. Vom Allgäu aus ging die Himmelsleiter auf Reisen durch ganz Deutschland.