Heilsame Erinnerung

 

Es scheint im Jubiläumsjahr der Reformation unerlässlich, neben aller Berufung auf das Konfessionsverbindende sich auch einmal die Schuld einzugestehen, die beide Konfessionen in ihrer 500 jährigen Bezehungsgeschichte auf sich geladen haben. "Heilsame Erinnerung" ist der Gottesdienstentwurf überschrieben, den der EKD-Ratsvorsitzende Landesbischof Bedford-Strohm und der Vorsitzende der katholischen Bischoskonferenz, Kardinal Marx in Hildesheim gefeiert haben und viele Gemeinden im Land mit ihnen. Das katholische Dekanat Miesbach und das evangelische Dekanat Bad Tölz haben gemeinsam mit der Region Süd der Erzdiözese München diesen Gottesdienst in der Apostelkirche in Miesbach gefeiert. Neben Weihbischof Wolfgang Bischof, den Dekanen Walter Waldschütz (Tegernsee) und Martin Steinbach (Bad Tölz) waren auch die beiden Ortsgeistlichen Pfarrerin Anika Sergel-Kohls und Pfarrer Michael Mannhardt an diesem Gottesdienst beteiligt: Sich der Schuld im gegenseitigen Verhältnis zu erinnern und um Verzeihung dafür zu bitten war das Eine. Aber auch das Gelungene sollte benannt und konkrete Schritte auf dem weiteren ökumenischen Weg sollten vereinbart werden, "damit dieser Gottesdienst nicht folgenlos bleibe". Anschaulich wurde diese Botschaft für die Gottesdienstbesucher in der vollbesetzten Kirche durch ein auf dem Altar liegendes Sperrkreuz, das im Gottesdienst zu einem verbindenden Christuskreuz aufgerichtet wurde.