Kalli Müller ist nur einer ...

Ein Gedanke zum Sonntag Trinitatis

Karl Müller (38) ist Angestellter in einem großen Ingenieurbüro. Sein Chef schätzt ihn, denn er ist strebsam, sehr konzentriert und zielorientiert. Was Herr Müller anpackt, bringt er zügig zu einem guten Ergebnis.

Der „Kalli“, wie ihn die Freunde nennen, spielt im örtlichen Verein Fußball. Nicht gerade begnadet und mit mäßiger Kondition, aber fair. Am wichtigsten ist ihm ein guter Mannschaftsgeist.

Herr Müller hat auch Familie: Seine Frau und drei Kinder mögen es, dass der Papa immer gerne etwas unternimmt, dass er auch mal bei den Hausaufgaben hilft und selbst vor dem Staubsauger nicht zurückschreckt.

Karl Müller ist nur eine Person, auch wenn ihn sein Chef, seine Fußballkameraden und seine Familie ganz unterschiedlichen beschreiben würden.

Am kommenden Sonntag feiern wir Christen das Fest „Trinitatis“ ... Die Vokabeln tri und unitas stehen für „drei“ und „Einheit“. Wir sagen damit: Es gibt nur einen Gott. Aber wir können ihn wahrnehmen als Schöpfer, Erlöser und als erfrischenden Geist. Wenn ich jetzt in den Ferien beim Wandern bin, erfreue ich mich der wunderbaren Schöpfung, aber sie ist nur die eine Seite dieses Gottes. Wenn ich wieder gereizt war und einen Mitmenschen verschreckt habe, kann ich den Sohn, die erlösende Seite Gottes um Vergebung bitten und darf wieder neu anfangen. Wenn mich die Not in dieser Welt antriebslos stimmt, erbitte ich den erfrischenden Geist, und erhoffe mir Tatkraft und gute Ideen. Es ist alles in allem der eine Gott, an den ich mich wende – und der für mich da ist.   

Martin Steinbach