Mühsame, aber ersprießliche Gartenarbeit

Wir erleben momentan die schönste Zeit im Jahr: Im Garten hat die Arbeit begonnen, von der Hermann Hesse sagt: „Ich bin nicht ungern der Sklave meines Gartens. Die Arbeit macht mich sehr müd und ist etwas zuviel, aber mitten in alledem, was die Menschen heut tun, fühlen, denken und schwatzen, ist es das Klügste und Wohltuendste, was man tun kann.

Von einem Garten berichtet auch die biblische Ostergeschichte. Maria Magdalena weint am leeren Grabe Jesu. Sie befürchtet, man habe den Leichnam ihres Meisters gestohlen. Da wird sie angesprochen, und meint, es sei der Gärtner. Ob er etwas Genaueres weiß? Da ruft sie der vermeintliche Gärtner bei ihrem Namen und sie erkennt Jesus. Die Auferstehungsgeschichte des Evangelisten Johannes wird verständlich, wenn man an die Anfänge zurückdenkt. Aus dem Garten Eden wurden Adam und Eva vertrieben, weil sie die Ordnung durcheinandergebracht haben. Sie wollten selbst wie Gott sein. Fortan galt es, gegen Disteln und Dornen anzukämpfen. Jetzt, im Ostergarten erkennt Maria Jesus als den, der den Garten wieder in Ordnung gebracht hat. Der Auferstandene spricht Maria mit ihrem Namen an und heißt sie im wieder geöffneten Paradies willkommen.   

Wenn man den Garten auch als Synonym für Gottes neue Welt versteht, ist die Arbeit auch da manchmal ermüdend und ein bisschen zuviel, Aber mitten in alledem, was die Menschen heut tun, fühlen, denken und schwatzen, ist diese Mitarbeit an Gottes neuer Schöpfung das Klügste und Wohltuendste, was man tun kann.