Aktuelles zur ELCJHL-Partnerschaft

 Sumaya Farhat Naser über das Leben in Palästina

Die Palästinensische Friedensaktivistin Sumaya Farhat Nasar erzählte im Thomassaal der Kirchengemeinde Holzkirchen von den bedrückenden Lebensumständen ihres Volkes im Hl. Land - blieb dabei aber immer  hoffnungsvoll: Die Mehrheit der Israelis und der Palästinenser sei für ein friedliches Zusammenleben. Es seien die Angst und die Wut, die auf beiden Seiten den Frieden bedrohten. Gegen beide gelte es  anzukämpfen, meinte die Pädagogin und berichtete über ihre Arbeit mit Jugendlichen an den Schulen in Palästina.
Im Vorfeld des Abends hatte es von israelischer Seite heftige Kritik an dem Rederecht für Farhat-Nasar in kirchlichen Räumen gegeben.


 Bischof Munib Younan trifft Papst Franziskus

Der Präsident des Lutherischen Weltbundes Bischof Munib Younan von unserer Partnerkirche, der Evang.-Luth. Kirche in Jordanien und im Hl. Land (ELCJHL) feierte gemeinsam mit Papst Franziskus einen ökumenischen Gottesdienst am Reformationsfest in Lund (Schweden). Zu Beginn des 500-jährigen Reformationsjubiläums ein herausragendes Zeichen auf dem fortschreitenden Weg der Ökumene.


 Reformationsfest mit Rev. Imad Haddad

Zum Reformationsfest erwarten die Kirchengemeinden Neuhaus und Miesbach Pfarrer Imad Haddad aus ihrer Partnergemeinde Ramallah in Palästina. Pfarrer Imad Haddad wird am

31. Oktober (Montag) um 19 Uhr im Reformationsgottesdienst in der Apostelkirche Miesbach

mitwirken und anschließend ab ca 20.30 Uhr über das Gemeindeleben in Ramallah und über die politische Situation der Palästinenser im Hl. Land berichten. Die Partnerschaftsbeauftragten der Dekanatsgemeinden laden zu diesem besonderen Gottesdienst und der anschließenden Begegnung herzlich ein!


Moratorium statt Predigtverbot

Im Februar 2015 hatten wir auf dieser Homepage gemeldet, dass Bischof Dr. Munib Younan (Jerusalem), derzeit Präsident des lutherischen Weltbundes, und Pfarrer Dr. Mitri Raheb aus Bethlehem im Berliner Dom Predigtverbot hätten. Raheb wurde zuletzt gemeinsam mit dem israelischen Journalisten Gideon Levy mit dem schwedischen Olof-Palme-Preis 2015 ausgezeichnet für deren «mutigen und unermüdlichen Einsatz gegen Besetzung und Gewalt». 

Die Beauftragte der Domverwaltung für Öffentlichkeitsarbeit, Svenja Pelzel, drohte nun ein Jahr später dem Dekanat rechtliche Schritte gegen die Behauptung eines "Predigtverbotes" an, und verlangte eine Löschung des Artikels.

Um das Wort "Predigtverbot" zu umgehen, erklärt der Geschäftsführer des Jerusalemsvereins beim Berliner Missionswerk, Jens Nieper, dazu: "Es besteht ein "Moratorium" zwischen Jerusalemsverein und Dom bzgl. der Durchführung des Jahresfestes inklusive Festgottesdienst. Dieses macht sich in der Tat an Aussagen Mitri Rahebs fest, die als antisemitisch interpretiert wurden." Damit sind im Grunde alle Unterstützer der Evangelischen Kirche von Jordanien und dem Heiligen Land (ELCJHL) mit ihrem Anliegen vom Berliner Dom ausgeschlossen. Das ist insofern bedauerlich, als 1853 während einer Gedenkfeier im Berliner Dom die Gründung des Jerusalemsvereins bekannt gegeben wurde, der Dom und der Jerusalemsverein also historisch eng miteinander verbunden sind.

Ein Gespräch zwischen Vertretern des Jerusalemsvereins mit Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit an der Spitze und Vertretern des Berliner Doms bzgl. der Aufhebung dieses "Moratoriums" Anfang Februar 2016 erbrachte keine Annäherung.