Pro-israelischer Schwenk der US-Regierung besorgt Kirchen im Hl. Land

Die Wende in der Nahost-Politik der US-Regierung, im israelischen Siedlungsbau im Westjordanland keinen Verstoß mehr gegen internationales Recht zu sehen und sich damit gegen die Entscheidung des UN-Sicherheitsrates zu positionieren, erfüllt auch den Bischof unserer lutherischen Partnerkirche in Palästina und Jordanien, Sani Ibrahim Azar, mit Sorge:  

"Die evangelisch- lutherische Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land ist aufgrund der jüngsten Bekanntmachung der US Regierung sehr beunruhigt. Diese kündigt an, ihre Position gegenüber dem Siedlungsbau in den palästinensischen Gebieten zu ändern. Damit werden langanhaltende Verpflichtungen und Übereinkünfte gebrochen und die Entscheidung verstößt gegen internationales Recht.

Die politische Entscheidung der US- Regierung gefährdet kommende Verhandlungen über eine Zweistaatenlösung und über die Situation der Stadt Jerusalem, die von den drei Religionen Abrahams geteilt wird. Darüber hinaus ist die ELCJHL besorgt, dass die US- Erklärung zu einer Ausweitung des israelischen Siedlungsbaus in den schrumpfenden palästinensischen Gebieten führt und dadurch noch mehr Palästinenser vertrieben werden.

Als Menschen, die an einen gerechten und friedvollen Gott glauben, müssen wir die Menschenwürde und Rechte aller Menschen bewahren. Durch die Hoffnung, die wir durch Jesus Christus haben, werden wir palästinensischen Christen weiter mutig in diesem Land wohnen.

Die ELCJHL ist dankbar über die Solidaritätsbekundungen und Partnerschaft von Synagogen, Moscheen und Kirchen überall auf der Welt, die uns Palästinensern in dieser schwierigen und unsicheren Zeit zur Seite stehen."    (24. 11. 2019)