Rege Diskussion in der Runde der Vertrauensleute

 

Innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unterhält auch der Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk partnerschaftliche Beziehungen zur Evang.-Luth. Kirche im Heiligen Land (ELCJHL). Einmal im Jahr treffen sich zum Jahresfest sogenannte "Vertrauensleute", d.h. Multiplikatoren, die die Anliegen des Jerusalemsvereins EKD-weit kommunizieren und in die Gemeinden tragen. Zwei Vertrauensleute für Bayern sind in unserem Dekanat Bad Tölz beheimatet: Pfarrer i.R. Jürgen Krödel und Dekan Martin Steinbach. Die Zusammenarbeit mit dem Berliner Missionswerk hat sich für unser Dekanat, das ebenfalls eine enge Beziehung zur ELCJHL unterhält, als sehr hilfreich erwiesen. So erhalten wir Informationen aus erster Hand, erfahren von Problemen, aber auch gelingenden Projekten unter den Evangelischen Christen im Hl. Land und können uns untereinander abstimmen.In diesem Jahr konzentrierte sich der Austausch unter den Vertrauensleuten auf ein verstärkt auftretendes Problem, den permanenten Antisemitismusvorwurf, wenn in Vorträgen, politischen Beobachtungen oder Stellungnahmen auch die Wahrung der Rechte der Palästinenser im Hl. Land eingefordert wird. Auch in unserem Dekanat wurde dieser Vorwurf zuletzt massiv erhoben, als im Gemeindesaal in Holzkirchen die Palästinenserin Sumaya Farhat Nassar aus dem Alltag palästinensischer Frauen berichtete. Weitere Themen unter den Vertrauensleuten waren das Patenschaftsprogramm des Jerusalemsvereins an Schulen der ELCJHL oder auch die Arbeit von Volontären aus Deutschland innerhalb der ELCJHL. Das Jahresfest erstreckt sich jeweils über die drei Tage des Estomihi-Wochenendes und findet in Berlin statt.