CORONA: Regenbogen und Ostereier

Ein Gedanke zur Zeit

Einen Karfreitag gibt es schon im Alten Testament. Einen schlimmen Karfreitag über mehrere Wochen. Ich denke an die Geschichte von der Arche Noah. Da war eine große Sintflut, die viele Menschenleben forderte. Und da waren Überlebende, wochenlang eingesperrt in einem rettenden Schiff. Auch diese uralte Passionsgeschichte endet mit einem Osterfest. Als der Regen endlich nachließ, und Noah wieder festen Boden unter den Füßen hatte, da baute er dem Herrn einen Altar. Zum Dank für die Rettung. Und Gott antwortete Noah im Zeichen des Regenbogens: So bunt und schön soll die Welt wieder werden. Auf Entbehrung und tiefes Leid folgen Rettung und neues Leben.

Es ist diese alttestamentliche Passions- und Ostergeschichte, an die ich in dieser Corona-Zeit immer wieder denke. Auch Noahs Geschichte beschreibt Not und Tod, aber sie belässt es nicht dabei. Auch sie weist hin auf den rettenden Gott. Der Regenbogen steht, wie unsere bunten Ostereier heute für Gottes Zusage, dass auf Karfreitag Ostern folgt – auf Leid neues Leben. An diesem Gott möchte ich auch in dieser Coronazeit festhalten. Zuversichtlich, wenn auch noch entgegen allem Augenschein.

Dekan Martin Steinbach