Holzkirchen schließt seine Michaelskapelle

Die evang. Michaelskapelle in Dietramszell bereitet der Kirchengemeinde Holzkirchen schon lange Sorgen. Das 1961 am Schwaiganger errichtete, kirchliche Gebäude mit einem Gemeindesaal und einer kleinen Mesnerwohnung verfüge über eine schlechte Bausubstanz und verzeichne eine geringe Gottesdienstbeteiligung. Schon vor 10 Jahren sollte daher die Kapelle aus dem regelmäßigen Gottesdienstprogramm der Kirchengemeinde in Holzkirchen/Sauerlach herausgenommen werden. Damals verhinderte eine stattliche Stiftung zu den Renovierungsarbeiten den Verkauf des Grundstücks. Der Kirchenvorstand mit dem zuständigen Sprengelpfarrer Peer Mickeluhn bedauert die neuerliche Entwicklung, sieht aber keine andere Möglichkeit, als die Gemeindearbeit auf die beiden Kirchenzentren in Sauerlach und Holzkirchen zu konzentrieren. Die Dietramszeller Michaelskapelle soll zum Ende des Kirchenjahres 2017 geschlossen werden. Bzgl. der Zukunft des Gebäudes und des Grundstücks wurden im Kirchenvorstand noch keine Beschlüsse gefasst.

Wechsel im Dekanatsbüro

Dekanatssekretärin Andrea Estermann verlässt zum 15. September das Evang. Dekanat Bad Tölz in Richtung Landratsamt. Die ausgebildete Erzieherin hat im kommunalen Bereich ein Angebot als Fachberaterin für Kindertagesstätten angenommen und verlässt nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge den Platz, den sie freundlicherweise während der Erkrankung Ihrer Vorgängerin Karin Walter übernommen hatte. Das Dekanat verdankt ihr ganz viel Umsicht, freundliche Ausstrahlung und einen guten Geist, der den freundschaftlichen Umgang der Mitarbeitenden wesentlich mitgegeprägt hat. Nachfolgerin von Andrea Estermann wird Daniela Dierssen, die ihren Dienst am 4. Oktober beginnen wird.

Die Verabschiedung von Andrea Estermann und die Einführung von Daniela Dierssen erfolgt im Rahmen des (öffentlichen!) Gottesdienstes zur Dekanatssynode am 8. Oktober um 9 Uhr in der Johanneskirche Bad Tölz. Im Anschluss ist ein kleiner Empfang im Evang. Gemeindehaus vorgesehen, bevor sich dann die Synodalen ihrer Arbeit widmen.

Wider den einseitigen Komparativ

Als Baron de Coubertin 1896 die Olympischen Spiele zu neuem Leben erweckte, gab er den Athleten als Motto vor: „Schneller, höher, stärker“. Seine Parole motiviert seitdem Sportler zu oft sensationellen Spitzenleistungen, die wir dieser Tage wieder bewundern.

Aber nicht nur im Sport hat sich die Welt nach der olympischen Devise weiterentwickelt. Auch in Wirtschaft und Technik, in Kultur und Gesellschaft funktioniert Fortschritt nach dem Wahlspruch des olympischen Barons. Dabei hat der bejubelte Erfolg immer zwei Seiten. Im Sport ist Doping die Kehrseite, in der Technik das Überschreiten ethischer Grenzen. In der Wirtschaft werden ganze Kontinente abgehängt und sehen kein Land mehr. Auch in unserer Gesellschaft steht der zu immer mehr Leistung gedrängte Mensch vor dem Burn-out, dem Herzinfarkt oder dem Scheitern seiner Beziehungen.

Christina Haag neu im Team

Die Hauptamtlichen und der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Holzkirchen freuen sich sehr, dass mit der Besetzung der vakanten Religionspädagogen-Stelle zum 1. September die Reihen im Team wieder geschlossen sind. Christina Haag heißt die neue Mitarbeiterin, die zuletzt ihren zweijährigen Vorbereitungsdienst als Religionspädagogin erfolgreich in Dillingen absolviert hat.

Europameisterschaft mal anders

 Blicken in eine Richtung: TeilnehmerInnen des "Europäischen Studienkurses" in Josefstal

Fußball-Europameisterschaft: Von den 24 europäischen Mannschaften ist letztlich nur Portugal als strahlender Sieger übriggeblieben. Andere Nationen haben auch gut Fußball gespielt, aber sind nach bitteren Niederlage ausgeschieden.

Mich hat während dieser Europameisterschaft noch eine andere Veranstaltung in ihren Bann gezogen: Jedes Jahr lädt die Evangelische Landeskirche für zehn Tage zum „Europäischen Studienkurs“ nach Josefstal am Schliersee ein. Delegierte der verschiedensten Konfessionen aus allen europäischen Länder kommen zusammen und arbeiten gemeinsam an einem geistlichen Thema: Katholiken, Orthodoxe, Anglikaner, Waldenser, Reformierte und Lutheraner. Gegenseitiges Interesse am Anderen und die Suche nach allem Gemeinsamen prägen die inhaltliche Auseinandersetzung.

Luther-Reise des EBW im Herbst

Noch einige Plätze frei !!!

Das Evang.-Luth. Dekanat Bad Tölz bietet in der Woche vom 26.09. bis 30.09.2016 eine interessante Studienreise „auf den Spuren Martin Luthers“ an.

Als Reiseteilnehmer sind nicht nur die Evangelischen im Dekanat, zu dem auch der Landkreis Miesbach gehört, herzlich willkommen. Der Preis im Doppelzimmer beträgt EUR 475. Die Reise beginnt mit Abfahrt von Neuhaus und Zusteigemöglichkeiten in allen Gemeinden bis Weyarn. Während der Reise werden u. a. Schmalkalden und Erfurt besichtigt. Geführter Stadtrundgang in Weimar und Eisenach mit Palasführung auf der Wartburg. Stadtführung in der Lutherstadt Eisleben und in der Lutherstadt Wittenberg. Die Unterbringung erfolgt im Ahorn Berghotel Friedrichroda und im Best Western Hotel in Wittenberg im Doppel- oder auf Wunsch Einzelzimmern mit Bad oder Dusche/ WC bei Halbpension. Den detaillierten Reiseplan und die Reisebedingungen entnehmen Sie bitte den beigeschlossenen Unterlagen (auch zum Herunterladen!).

Abschied nach vielen Jahren Mitarbeit

Viele Jahre war Gaby Gerg aus Lenggries im Kirchenvorstand, in der Dekanatssynode, im religionspädagogischen Arbeitskreis, in der Partnerschaftsarbeit mit Palästina und in verschiedenen Ausschüssen aktiv. Nach ihrem Rücktritt im Kirchenvorstand scheidet die emsige Katechetin nun auch aus dem Präsidium der Dekanatssynode und aus dem Dekanatsausschuss aus. Die Pfarrerstochter und gebürtige Westfälin und hat es nach ihrer Heirat ins bayerische Oberland verschlagen, wo sie sich mit großem Einsatz in ihrer neuen Kirchengemeinde Lenggries und später auch dekanatsweit engagierte. Mit Bedauern und herzlichem Dank verabschiedete Dekan Martin Steinbach Gaby Gerg im letzten Dekanatsausschuss unter großem Beifall der anwesenden Ausschussmitglieder.

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