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Herzlich willkommen im evangelischen Dekanat Bad Tölz! 

Hier die aktuellen Nachrichten aus dem Dekanat

 

Gestiegene Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung bei den Kirchenvorstandswahlen am 21. Oktober liegt deutlich über dem Wert vor sechs Jahren. Zum ersten Mal in der bayerischen Landeskirche hatten die Wahlberechtigten in allen Kirchengemeinden vorab die Briefwahlunterlagen erhalten. Das wurde auch kräftig genutzt: Rund 75% der Wählerinnen und Wähler gaben ihre Stimmen per Briefwahl ab. Ein Drittel der Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher wurden neu gewählt, zwei Drittel sind wiedergewählt worden. Etwas angestiegen ist der Anteil der Frauen auf 53% im Vergleich zu 49% vor sechs Jahren.

Wahlberechtigt waren 2.069.812 Evangelische in Bayern in 1528 Kirchengemeinden. 17.237 Kandidatinnen und Kandidaten standen zur Wahl für 8.830 Sitze. Etwa 2000 Personen werden noch berufen. Der Kirchenvorstand ist für sechs Jahre gewählt. Wahlberechtigt war jeder getaufte Evangelische ab 16 Jahren, wer konfirmiert ist, konnte schon mit 14 Jahren wählen.

Denkzettel zur Wahl

Ein Gedanke zur Zeit

Die Protestanten im Oberland stehen am nächsten Sonntag erneut vor der Wahl. In Bayern werden nach sechsjähriger Amtszeit neue Kirchenvorstände gewählt. Die Wellen vor und nach dieser Wahl schlagen allerdings nicht annähernd so hoch, wie am letzten Sonntag. Denn in aller Regel gibt es in den Kirchengemeinden keine Parteien und keine Fraktionen, kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander. Und keineswegs stört Vielfalt die Arbeit in der Gemeindeleitung, sondern sie bereichert sie gerade. So hielten die Wahlausschüsse der Kirchengemeinden im Frühjahr die Augen offen nach Jüngeren und Älteren, nach Frauen und Männern, nach Frommen und weniger Frommen. Offenheit für die Unterschiedlichkeit von Christen und ein Blick auf die Herausforderungen in der gesamten Gemeinde waren das entscheidende Kriterium bei der Nominierung der Kandidaten. Nicht alle Kandidatinnen und Kandidaten der Liste werden deshalb bekannt sein. Manche guten Leute stehen nicht so gerne im Mittelpunkt, sondern wirken eher geräuschlos, aber genauso effektiv mit.

Es ist eine andere Wahl als am vergangenen Sonntag.

Was für ein Vertrauen

„Was für ein Vertrauen“ ist die Losung für den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund vom 19. bis 23. Juni 2019.

In einer fiebrigen und fiebernden Welt scheint das alte Wort Vertrauen manchem heute seltsam verbraucht. Wem kann man überhaupt noch trauen? Wer ist denn überhaupt noch vertrauenswürdig? Viele befällt ein Gefühl der großen Verunsicherung. Junge Leute haben oft kein Vertrauen in ihre Zukunft mehr, die Alten misstrauen den Eliten.

Auf die Schwachen, die Armen wird oft keine Rücksicht genommen. Desinformation, Fake News, Halbwahrheiten – es gibt vieles, was das Vertrauen in den Zusammenhalt der Gesellschaft zerstört. Andererseits werben Leute um Vertrauen, die gern und oft von christlichen Werten reden, aber stumm zusehen, wie Flüchtlinge im Meer ertrinken oder in Lager gesperrt werden. Christen müssen schreiendes Unrecht in der Welt anprangern. Aus der Empörung kann dann auch Ermutigung wachsen. Kirchentage gründeten immer in der Überzeugung, dass Christsein und politische Überzeugung zusammengehören.

Gemeinsam gilt es, die Vertrauenskrise zu überwinden. Aber Vertrauen kann nicht befohlen oder angeordnet werden. Menschen müssen prüfen, wem sie vertrauen, dazu braucht es Anhaltspunkte. Der christliche Glaube will ein solcher sein. Die Losung des Dortmunder Kirchentags ist also bestens geeignet, um darüber zu reden und nachzudenken, wem und was wir vertrauen können. Denn wir brauchen Zuversicht um Verantwortung zu übernehmen in einer Gesellschaft, die sich verändern muss. tragen, und gleichzeitig haben sie die Bereitschaft gezeigt, selbst Verantwortung zu übernehmen.

... und da bin ich dahoam

Herbststimmung in Benediktbeuern: Beim Abschied von Pfarrerin Janßen rückten selbst herbstliche Sonnenstrahlen die Familie noch einmal ins rechte Licht.

Kochel. Pfarrerin Antonia Janßen hat sich mit einem Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Kochel schweren Herzens von "ihrer" Kirchengemeinde verabschiedet. Über "Heimat" hat sie sich aus dem Blick einer weiterziehenden Pfarrerin in ihrer Predigt Gedanken gemacht: "Ich bin die Antonia und da bin ich dahoam" - zitierte sie die Idents des Bayerischen Fernsehens. Sie sei gerne in Kochel und Benediktbeuern gewesen und habe da erstmals wieder Heimat gefunden, meinte Pfarrerin Janßen, zusammen mit ihrem Mann, ihren Eltern und den Zwillingen Luise und Mathilde. Nun sei es aber Zeit, Neues zu wagen ...

Ab durch die Mitte

Ein Gedanke zur Zeit

Zum Abgang von der Bühne gibt es für Schauspieler mehrere Möglichkeiten: Die Wege zu den Seiten der Bühne sind in der Regel die längeren, der Weg nach hinten in die Kulisse ist oft der schnellere. In der Theatersprache steht deshalb das „ab durch die Mitte“ für das schnellstmögliche Verlassen einer Szene. Dieses „ab durch die Mitte“ ist sprichwörtlich geworden. Wenn in Kinderohren am Abend der Satz erklingt: „Schnell noch Zähne putzen und dann ab durch die Mitte“, wissen die Sprösslinge Bescheid. Diskutieren und lamentieren zwecklos, höchste Zeit zum Schlafengehen.

Die Mitte ist gegenwärtig auch in der Politik als der Weg des schnellen Abgangs verrufen. Wer in der Mitte ist, so die Befürchtung vieler Parteifürsten, sei nicht schwarz oder weiß, sondern grau und nah am kürzesten Weg ins politische Abseits.

Zurück aus Palästina

 

Es war die zweite von insgesamt drei Begegnungsreisen in diesem Jahr, die in den Sommerferien 23 motivierte, junge Menschen aus unserem Dekanat in unsere Partnergemeinden der Evang.-Luth. Kirche in Jodanien und im Hl. Land (ELCJHL) führte. Die Gruppe suchte allerdings nicht nur sporadisch Kontakt zu den jugendlichen Mitchristen in Palästina, sondern lebte und wohnte für zwölf Tage mit diesen gemeinsam in der Schule Talitha Kumi in Beit Jala. Unter der Leitung der beiden Diakoninnen Marion Münsterer und Michaela Kleemann und des palästinensischen Jugendpfarrers Ashraf Tannous (Beit Sahour) standen gemeinsame Besichtigungen, Unternehmungen und ein Abschlusszelten am See Genezareth auf dem Programm. Auch Andachten, ein gemeinschaftlich vorbereiteter Gottesdienst und das Wandeln "auf den Wegen Jesu" hinterließen eindrückliche Spuren. Selbst der politischen Situation im Lande begegnete die Gruppe hautnah:

Kommen und Gehen im Dekanat

 

Einige Personalwechsel haben die Kirchengemeinden des Dekanats im Sommer und Herbst zu verzeichnen. Das Positive dabei: Bis auf zwei vakante, halbe Stellen sind die Gemeinden des Dekanats ab September 2018 gemäß des Stellenplans wieder vollzählig besetzt.

Verlassen werden die Kirchengemeinde Holzkirchen die Religionspädagogin Christina Haag und die Kirchengemeinde Kochel Pfarrerin Antonia Janßen. Wiederbesetzt werden konnte dagegen die 0,5 Klinik- und Altenheimseelsorgestelle in Bad Tölz mit Pfarrerin Elisabeth Hartenstein. 

Ein Mann seines Wortes

 

Ein Gedanke zur Zeit

Es war eine turbulente zurückliegende Woche, in der Männer des Wortes verlauten ließen, was besser ungesagt geblieben wäre. Präsident Erdogan entlässt wieder 18500 Beamte unter Terrorverdacht, AfD-Chef Gauland vergleicht Merkel mit Erich Honecker und Innenminister Seehofer lässt gekonnt seinen Rücktritt durchsickern, bevor er von diesem Rücktritt schnell wieder zurücktritt. Worte hinterlassen Spuren. Sie bereiten Handlungen vor und machen salonfähig, was zuvor undenkbar gewesen ist. Im Guten wie im Bösen. Selbst Bundespräsident Frank Walter Steinmeier hat sich deshalb am Sonntag zu Wort gemeldet: Wir müssten zurück zur Vernunft und angesichts von Schlagworten wie „Asyltourismus“ besser auf Sprache achten, dass diese nicht verrohe.

Ein ganz anderer „Mann seines Wortes“ ist mir ...

Pfarrer Weicker in den Ruhestand verabschiedet

Mit einem Gottesdienst in Bad Tölz hat Dekan Martin Steinbach Pfarrer Ulrich Weicker nach 36 segensreichen Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet. Pfarrer Weicker hat  in Neuendettelsau, Zürich, Tübingen und Erlangen Theologie studiert, in Neu Ulm sein Vikariat absolviert und ist anschließend in Murnau seine ersten Schritte als "Pfarrer zur Anstellung" gegangen. Vier Jahre unterrichtete er dann als Pfarrer im Schuldienst am Klostergymnasium in Ettal, bevor er auf die 2. Pfarrstelle nach Miesbach wechselte und hier die Gründung unseres Dekanats Bad Tölz (1997) mitgestaltete. Die Epiphaniaskirche in München Allach und Bad Endorf im Dekanat Rosenheim waren die nächsten Stationen seines Dienstes. Krankheitsbedingt konnte Weicker seinen Dienst in Bad Endorf allerdings nicht mehr vollumfänglich ausüben.

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