Christina Haag in Holzkirchen eingeführt

 Foto: Peter Kellermann

Die Lücke im Hauptamtlichenteam ist geschlossen! Das ist eine gute Nachricht in der Kirchengemeinde Holzkirchen. Nach zwei Monaten Einarbeitungszeit hat Dekan Martin Steinbach die Religionspädagogin Christina Haag auf ihre neue Stelle in der Kirchengemeinde Holzkirchen eingeführt und die Neue zog bereits ihr erstes Resümee: "Langweilig wird mir hier wohl nicht". Das klang durchaus zufrieden und engagiert. Vor ihrer offiziellen Einführung im gut besuchten Gottesdienst stellte sich Christina Haag vor: Viele fragten, wo sie herkomme. Nun gut, sie sei in Kasachstan geboren, in Burgkunstadt aufgewachsen, habe in Nürnberg studiert und ihren Vorbereitungsdienst in Dillingen absolviert. Aber wichtig sei nicht, wo sie herkomme, viel wichtiger sei, dass sie jetzt da sei und sich auf ihre Arbeit freue.

Luther - "denk mal!"

Eine witzige Nacht- und Nebelaktion der Evangelischen Jugend in Bad Tölz: Zum Reformationsfest blickt nicht, wie gewohnt, der Winzerer auf seinem Denkmal die Tölzer Marktstraße hinunter, sondern Martin Luther. In ein Mönchsgewand gekleidet und mit einem Schild um den Hals forderte der Reformator seine Betrachter auf, auch heute Thesen zu notwendigen Veränderungen in Kirche und Gesellschaft zu äußern.

Ein hilfreiches Zeichen, wie mit dem Reformator 499 Jahre nach seiner Intervention gegen damalige kirchliche Missstände umzugehen ist. Auf keinen Fall in einem vermeintlich identitätsstiftenden Personenkult. Lutherdenkmal, Luther als Playmobilfigur, Lutherbier, Luthersocken, Lutherspieluhren mit dem Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ – alles weit am eigentlichen Ziel des Reformationsgedenkens vorbei. Es geht im Jahr 2017, auch nach dem Selbstverständnis des Reformators, nicht um die Person Martin Luthers, sondern um sein Anliegen: Christus muss wieder im Mittelpunkt stehen. Die entscheidende Frage, was Jesus heute wohl getan, gedacht und uns geraten hätte, soll unser persönliches Handeln prägen.

"... eine Herausforderung, die mir gut tut."

 Foto: Silke Scheder, Tölzer Kurier

Nach fünfeinhalb Jahren hat Pfarrer Corvin Wellner die Kocheler Kirchengemeinde als deren Seelsorger verlassen. In der vollbesetzten Kirche entpflichtete Dekan Martin Steinbach den Geistlichen von seinen Aufgaben und wünschte ihm Segen für seine neue Aufgabe in der Kirchengemeinde Weilheim. Wellner wird dort künftig für die Arbeit mit Kindern und Familien verantwortlich sein. Diese Arbeit sei eine Herausforderung, die ihm gut tue, äußerte der Pfarrer seine Vorfreude, gab auch zu, dass der Abschied von Kochel mit Wehmut verbunden sei. Auch Bürgermeister Thomas Holz äußerte, dass er den Pfarrer nicht gerne ziehen lasse, und erwähnte dessen Verdienste um die Asyl-Sozialarbeit in der Gemeinde. Diese sei ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt aller gesellschaftlichen Gruppierungen in Kochel. Neben Diakon Georg Meigl von der katholischen Gemeinde verabschiedeten sich auch die Kolleginnen vom Fachbereich Religion des Gabriel von Seidl Gymnasiums in Bad Tölz und für das Pfarrkapitel des Dekanats Pfarrer Dr. Urs Espeel (im Bild). 

Reformationsfest mit Rev. Imad Haddad

Zum Reformationsfest erwarten die Kirchengemeinden Neuhaus und Miesbach Pfarrer Imad Haddad aus ihrer Partnergemeinde Ramallah in Palästina. Pfarrer Imad Haddad wird am

31. Oktober (Montag) um 19 Uhr im Reformationsgottesdienst in der Apostelkirche Miesbach

mitwirken und anschließend ab ca 20.30 Uhr über das Gemeindeleben in Ramallah und über die politische Situation der Palästinenser im Hl. Land berichten. Die Partnerschaftsbeauftragten der Dekanatsgemeinden laden zu diesem besonderen Gottesdienst und der anschließenden Begegnung herzlich ein!  

Neu im Präsidium und im Dekanatsausschuss

Nach dem Ausscheiden von Gaby Gerg aus dem Präsidium der Dekanatssynode im Frühjahr, hat die Synode jetzt nachgewählt. Neben Marlene Petsch (Wolfratshausen) wird künftig Johannes Hütz aus Neuhaus (im Bild) zusammen mit Dekan Martin Steinbach die jährlich zweimal tagende Dekanatssynode leiten und vorbereiten. Hütz ist auch Vertrauensmann im Kirchenvorstand in Neuhaus und Mitglied im Dekanatsausschuss, dem Gremium, das die Synode zwischen den Treffen der Dekanatssynodalen vertritt. Nachgerückt in den Dekanatsausschuss ist für Gaby Gerg jetzt Sandra Büttner aus Bad Tölz (im Bild).

Die Neue im Dekanatsbüro

Die neue Mitarbeiterin im Dekanatsbüro hat ihre Arbeit aufgenommen. Sie heißt Daniela Dierssen, und kommt aus Wackersberg. Die gelernte Krankenschwester und zuletzt Lehrerin an der Krankenpflegeschule in Bad Tölz wollte mal etwas ganz Anderes machen, ist aber mit ihrer neuen Beschäftigung in der Kirche ihrer sozialen Neigung treu geblieben. Frau Dierssen ist unter der Woche vormittags von 8 Uhr bis 12.30 Uhr im Dekanatsbüro erreichbar – außer donnerstags. Bei der Dekanatssynode am 8. Oktober wird Frau Dierssen in ihren neuen Dienst eingeführt und ihre Vorgängerin, Frau Andrea Estermann, noch einmal offiziell verabschiedet.

Wider die German Angst

Ein Gedanke zur Zeit

Die sogenannte „German Angst“ ist wieder da. Die Angst vor Terroranschlägen, vor politischem Extremismus und vor weiterem Zuzug von Ausländern plagt dreiviertel aller Deutschen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

Das Ergebnis verwundert, weil doch keiner durch die Flüchtlingskrise seine Wohnung verloren hat und keiner einen Cent weniger an Verdienst, Rente oder Unterstützung bekommt. Auch die Terrorgefahr ist relativ. Obwohl in Deutschland weit mehr Menschen durch Verkehrsunfälle sterben als durch Terroranschläge, setzen wir uns weiter unbeschwert hinters Steuer, aber steigen mit Beklemmung hinunter zur U-Bahn.

Holzkirchen schließt seine Michaelskapelle

Die evang. Michaelskapelle in Dietramszell bereitet der Kirchengemeinde Holzkirchen schon lange Sorgen. Das 1961 am Schwaiganger errichtete, kirchliche Gebäude mit einem Gemeindesaal und einer kleinen Mesnerwohnung verfüge über eine schlechte Bausubstanz und verzeichne eine geringe Gottesdienstbeteiligung. Schon vor 10 Jahren sollte daher die Kapelle aus dem regelmäßigen Gottesdienstprogramm der Kirchengemeinde in Holzkirchen/Sauerlach herausgenommen werden. Damals verhinderte eine stattliche Stiftung zu den Renovierungsarbeiten den Verkauf des Grundstücks. Der Kirchenvorstand mit dem zuständigen Sprengelpfarrer Peer Mickeluhn bedauert die neuerliche Entwicklung, sieht aber keine andere Möglichkeit, als die Gemeindearbeit auf die beiden Kirchenzentren in Sauerlach und Holzkirchen zu konzentrieren. Die Dietramszeller Michaelskapelle soll zum Ende des Kirchenjahres 2017 geschlossen werden. Bzgl. der Zukunft des Gebäudes und des Grundstücks wurden im Kirchenvorstand noch keine Beschlüsse gefasst.

Wechsel im Dekanatsbüro

Dekanatssekretärin Andrea Estermann verlässt zum 15. September das Evang. Dekanat Bad Tölz in Richtung Landratsamt. Die ausgebildete Erzieherin hat im kommunalen Bereich ein Angebot als Fachberaterin für Kindertagesstätten angenommen und verlässt nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge den Platz, den sie freundlicherweise während der Erkrankung Ihrer Vorgängerin Karin Walter übernommen hatte. Das Dekanat verdankt ihr ganz viel Umsicht, freundliche Ausstrahlung und einen guten Geist, der den freundschaftlichen Umgang der Mitarbeitenden wesentlich mitgegeprägt hat. Nachfolgerin von Andrea Estermann wird Daniela Dierssen, die ihren Dienst am 4. Oktober beginnen wird.

Die Verabschiedung von Andrea Estermann und die Einführung von Daniela Dierssen erfolgt im Rahmen des (öffentlichen!) Gottesdienstes zur Dekanatssynode am 8. Oktober um 9 Uhr in der Johanneskirche Bad Tölz. Im Anschluss ist ein kleiner Empfang im Evang. Gemeindehaus vorgesehen, bevor sich dann die Synodalen ihrer Arbeit widmen.

Wider den einseitigen Komparativ

Als Baron de Coubertin 1896 die Olympischen Spiele zu neuem Leben erweckte, gab er den Athleten als Motto vor: „Schneller, höher, stärker“. Seine Parole motiviert seitdem Sportler zu oft sensationellen Spitzenleistungen, die wir dieser Tage wieder bewundern.

Aber nicht nur im Sport hat sich die Welt nach der olympischen Devise weiterentwickelt. Auch in Wirtschaft und Technik, in Kultur und Gesellschaft funktioniert Fortschritt nach dem Wahlspruch des olympischen Barons. Dabei hat der bejubelte Erfolg immer zwei Seiten. Im Sport ist Doping die Kehrseite, in der Technik das Überschreiten ethischer Grenzen. In der Wirtschaft werden ganze Kontinente abgehängt und sehen kein Land mehr. Auch in unserer Gesellschaft steht der zu immer mehr Leistung gedrängte Mensch vor dem Burn-out, dem Herzinfarkt oder dem Scheitern seiner Beziehungen.

Seiten

Subscribe to Evang.- Luth. Dekanat[br] Bad Tölz RSS