Neue Töne schon zu Weihnachten ?

Kochel - Im Gottesdienst am Hl. Abend 2012 gab das Provisorium, die elektronische Orgel in der Evangelischen Kirche in Kochel, ihren Geist auf. Irreparabel. Fünf Jahre später, zu Weihnachten 2017, könnte in der wunderschönen Jugendstil-Kirche eine neue Pfeifenorgel mit acht Registern erklingen. Zur veranschlagten Summe von € 108.000.- fehlen der Gemeinde nur noch € 15.000.-.

Wie Pfarrerin Antonia Janßen bestätigte, sei der Vertrag mit der Münchner Orgelbaufirma Führer bereits unterschrieben, und damit die Interimszeit der kleinen Truhenorgel absehbar. Janßen führt derzeit als Pfarrerin auf der 0,5 Pfarrstelle Kochel II mit dem Kirchenvorstand vertretungsweise die Amtsgeschäfte, bis die erste Pfarrstelle zum 1. Juli 2017 mit dem neuen Pfarrersehepaar Elke und Dr. Matthias Binder wieder besetzt wird.

Die Himmelsleiter am Turm der Petruskirche

Geretsried - Dieses Kunstobjekt hat schon in ganz Deutschland für Aufsehen gesorgt. Jetzt leuchtet die Himmelsleiter ein Dreivierteljahr in Geretsried. Ein Beitrag der Kirchengemeinde zum 500. Reformationsjubiläum.

„Die Menschen werden schauen, staunen und miteinander ins Gespräch kommen, wenn sie die Himmelsleiter sehen“, meinte der 2. Bürgermeister der Stadt Geretsried, Hans Hopfner, in seinem Grußwort. Der Geretsrieder Ortspfarrer Georg Bücheler erinnerte, dass schon in dem Lutherchoral "Vom Himmel hoch, da komm ich her" diese Himmelsleiter als Tonleiter abgebildet sei, die den Engeln den Weg zu den Menschen weise. Und Elisabeth Anton vom Kirchenvorstand ergänzte: Die Himmelsleiter solle zum Nachdenken über die Verbindung von Himmel und Erde anregen. Eine breite Mehrheit im Kirchenvorstand habe dieses Projekt unterstützt. Sie dankte Sponsoren und Spendern, die dazu beigetragen haben, "dass dieses Kunstwerk nun inmitten von Geretsried am Turm der Petruskirche leuchten könne."

11. März: Ökumenischer Dekanatsgottesdienst zum Reformationsfest

Miesbach - Am Samstag, den 11. März 2017 laden die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland mit ihren beiden Vorsitzenden Prof. Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx zu einem zentralen Buß- und Versöhnungsgottesdienst nach Hildesheim ein. Aus Anlass der Feierlichkeiten zum Reformationsgedenkjahr wollen sie in diesem Gottesdienst einen Prozess der "Heilung der Erinnerungen" anstoßen, indem sie die Konflikte und gegenseitigen Verurteilungen der 500-jährigen Reformationsgeschichte zur Sprache und um Verzeihung bittend vor Gott bringen.

Das Evangelische Dekanat Bad Tölz und das katholische Dekanat Miesbach greifen diesen Gedanken der Versöhnung auf und reihen sich ein in die Vielzahl der Gottesdienste, die an diesem Wochenende deutschlandweit zu diesem Anlass gefeiert werden: "Healing of Memories" - im Evangelischen Gemeindehaus in Miesbach wird es dazu um 15 Uhr  unter der Leitung einer erfahrenen Moderatorin ein Erzählcafé geben, in dem Teilnehmer von verletzenden - aber auch guten - ökumenischen Erfahrungen berichten können. Um 17 Uhr schließt sich in der Apostelkirche ein gemeinsamer Gottesdienst an, mit Weihbischof Wolfgang Bischof, den Dekanen Walter Waldschütz und Martin Steinbach, sowie den Ortsgeistlichen Anika Sergel-Kohls und Michael Mannhardt. Musikalisch gestalten die Chöre "Mosaik" und "Rainbow Gospel Voices" den Gottesdienst aus. Beim geselligen Besammensein im Anschluss ist im Gemeindehaus Gelegenheit zu Begegnung und Gespräch.

Ort und Zeit: Apostelkirche Miesbach, Rathausstr. 12, am Samstag, 11. März, 15 Uhr Erzählcafé und 17 Uhr ökumenischer Gottesdienst

Gescholtenes Establishment

Dass sich etwas „etabliert“ hat, habe ich bislang nicht negativ verstanden. Ein Geschäft, das sich im Ort etabliert hat, verfügt endlich über einen festen Kundenstamm. Eine Jugendarbeit, die sich in der Kirchengemeinde etabliert hat, ist der Aufbauphase entwachsen und funktioniert. Dass die „etablierten“ Parteien mit ihren „etablierten“ Politikern im „etablierten“ Berlin oder Washington oder Paris jetzt so sehr in der Kritik stehen, überrascht deshalb. Oder nicht? „Etabliert“ hat ja auch die negative Bedeutung: „althergebracht“, „traditionell“, „angepasst“. Wenn also etabliert meint, dass Generalsekretäre mit überkommenem Schwarz-Weiß-Denken Politik vermitteln wollen und Parteivorsitzenden, angepasst an ihre althergebrachte Klientel, der Blick über den Tellerrand verloren geht, dann ist der Missmut des Wählers über alles Etablierte gut zu verstehen.

Die Kirchen haben ein ähnliches Problem.

Fahrt zum Kirchentag vom 24. - 28. Mai nach Berlin

 

Die Evangelische Jugend im Dekanat Bad Tölz organisiert für Jugendliche und Erwachsene die Fahrt zum Evangelischen Kirchentag im Reformationsjahr 2017. Nähere Infos und die Anmeldemöglichkeiten finden Sie unter dem Link: 

http://www.ej-dekanat-toelz.de/freizeiten-fahrten/kirchentag.html

Wenn Sie weitere Informationen über den Kirchentag suchen, klicken Sie bitte unmittelbar die Seite des Evangelischen Kirchentags an unter folgendem Link: https://www.kirchentag.de

Filmtipp: Katharina Luther

Fernsehfilm am 22. Februar 2017 um 20:15 Uhr im Ersten

Als Kind im Kloster Nimbschen (Sachsen) abgegeben, lebt Katharina von Bora das für sie bestimmte Leben als Nonne, bis sie mit Anfang 20 durch die Schriften Martin Luthers, die dort heimlich kursieren, mit einer völlig neuen Gedankenwelt in Berührung kommt. Wenn es wahr ist, was Luther schreibt, dass das Verhältnis des Menschen zu Gott allein von Gott bestimmt wird und nicht von den guten Werken der Gläubigen abhängt – was hält sie dann noch hinter den Klostermauern? Katharina wagt den Schritt ins Ungewisse und flieht mit einigen ihrer Mitschwestern auf der Suche nach einem neuen Leben. Als die junge Frau ohne rechtliche Stellung, ohne Einkommen und von ihrer Familie verstoßen,

Ibrahim Azar wird Bischof der ELCJHL

Auf der Synode unserer Partnerkirche, der "Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Hl. Land" (ELCJHL), wurde am 14. Januar Sani Ibrahim Azar zum kommenden Bischof gewählt. Ibrahim Azar ist derzeit Pfarrer der palästinensischen Lutheraner in Jerusalem und hat seinen Sitz in der evangelischen Erlöserkirche nahe der berühmten Grabeskirche. Azar hat unter anderem in München evangelische Theologie studiert, spricht neben seiner Heimatsprache Arabisch auch fließend Deutsch und Englisch und betreut derzeit die Partnerschaft seiner Kirche mit dem Evangelischen Dekanat Bad Tölz. Gemeinsam mit seiner Frau hat der 55-jährige Theologe drei Töchter. Die Einsegnung in das Amt des Bischofs als Nachfolger des derzeitigen Amtsinhabers Munib Younan wird allerdings erst Anfang 2018 sein. So bleibt Zeit, sich gründlich auf die neue Aufgabe vorzubereiten.

Vortreffen Weltgebetstag

Der Weltgebetstag 2017 steht unter dem Thema: "Was ist denn fair?" Die Liturgie kommt diesmal von den Philippinen und wurde von mehr als 20 christlichen Frauen unterschiedlichen Alters und aus allen Regionen des Inselstaates verfasst.

In vielen Gemeinden unseres Dekanates wird am 3. März diese Liturgie in ökumenischer Runde gefeiert. Zur Vorbereitung des Weltgebetstages bietet das Dekanat unter der Leitung von Religionspädagogin Silvia Lechner eine Fortbildung an am

Samstag, 28. 1. 2017 von 14 - 18 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Bad Tölz (Schützenweg 10)

Verbindliche Anmeldungen richten Sie bitte an das Evang. Dekanat Bad Tölz unter der Tel.-Nr. 08041 / 761273-31 (Frau Dierssen) oder direkt an Frau Lechner unter der Rufnr.: 08024 / 470775.

Eine Notwendigkeit des Jahres

Es gibt Worte des Jahres und Unworte – sie sind Spiegel unserer Zeit. Gibt es auch eine „Notwendigkeit des Jahres“? In meinem Rückblick auf 2016 wären das „Zusammenhalt“ und „Besonnenheit“.

Der Anschlag von Berlin steckt mir noch schwer in den Knochen, wie auch die anderen Attentate, die Europa und unser Land in diesem Jahr erschüttert haben. Nichts kann wirklich trösten angesichts solcher Verblendung, die Menschenleben auslöscht und zerstört. Am wenigsten können es markige Worte, die ihren Sprechern im Halse stecken bleiben müssten. Wieso muss angesichts dieses Verbrechens in Berlin die Zuwanderungspolitik neu bedacht werden? Es wird auch die Verkehrspolitik nicht neu bedacht, wenn hirnlose Raser tödliche Verkehrsunfälle verursachen, oder die Familienpolitik, wenn ein durchgeknallter Vater seine Familie erschießt. Das sind Verbrechen, für die keine Gruppen haftbar gemacht werden können. Es sind Verbrechen, die vielmehr Zusammenhalt und Besonnenheit erfordern.

"Neuer Pfarrer" in Kochel wird ein Ehepaar

Der Kirchenvorstand kann sehr gut mit dem landeskirchlichen Besetzungsvorschlag für die vakante Stelle in Kochel leben: Erfreut, einstimmig und ohne lange Diskussion bestätigte das Gremium die Neubesetzung der Pfarrstelle mit dem Theologenehepaar Elke und Dr. Matthias Binder aus Engelthal im Dekanat Hersbruck. Pfarrerin Elke Binder, gebürtige Siebenbürgerin, verlebte ihre Jugendzeit in Neumarkt (Opf.), Pfarrer Dr. Matthias Binder wuchs als gebürtiger Stuttgarter ebenfalls in Neumarkt auf. Beide haben dann in Neuendettelsau, Dubuque (USA) und München Theologie studiert und teilten sich in den letzten 10 Jahren die Pfarrstelle in Engelthal mit einem zusätzlichen Seelsorgeauftrag am dortigen Bezirksklinikum. Das Ehepaar hat zwei erwachsene Kinder und wird am 9. Juli 2017 um 17 Uhr in Kochel durch Dekan Martin Steinbach auf seine neue Stelle eingeführt werden.

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