Wider den einseitigen Komparativ

Als Baron de Coubertin 1896 die Olympischen Spiele zu neuem Leben erweckte, gab er den Athleten als Motto vor: „Schneller, höher, stärker“. Seine Parole motiviert seitdem Sportler zu oft sensationellen Spitzenleistungen, die wir dieser Tage wieder bewundern.

Aber nicht nur im Sport hat sich die Welt nach der olympischen Devise weiterentwickelt. Auch in Wirtschaft und Technik, in Kultur und Gesellschaft funktioniert Fortschritt nach dem Wahlspruch des olympischen Barons. Dabei hat der bejubelte Erfolg immer zwei Seiten. Im Sport ist Doping die Kehrseite, in der Technik das Überschreiten ethischer Grenzen. In der Wirtschaft werden ganze Kontinente abgehängt und sehen kein Land mehr. Auch in unserer Gesellschaft steht der zu immer mehr Leistung gedrängte Mensch vor dem Burn-out, dem Herzinfarkt oder dem Scheitern seiner Beziehungen.

Christina Haag neu im Team

Die Hauptamtlichen und der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Holzkirchen freuen sich sehr, dass mit der Besetzung der vakanten Religionspädagogen-Stelle zum 1. September die Reihen im Team wieder geschlossen sind. Christina Haag heißt die neue Mitarbeiterin, die zuletzt ihren zweijährigen Vorbereitungsdienst als Religionspädagogin erfolgreich in Dillingen absolviert hat.

Europameisterschaft mal anders

 Blicken in eine Richtung: TeilnehmerInnen des "Europäischen Studienkurses" in Josefstal

Fußball-Europameisterschaft: Von den 24 europäischen Mannschaften ist letztlich nur Portugal als strahlender Sieger übriggeblieben. Andere Nationen haben auch gut Fußball gespielt, aber sind nach bitteren Niederlage ausgeschieden.

Mich hat während dieser Europameisterschaft noch eine andere Veranstaltung in ihren Bann gezogen: Jedes Jahr lädt die Evangelische Landeskirche für zehn Tage zum „Europäischen Studienkurs“ nach Josefstal am Schliersee ein. Delegierte der verschiedensten Konfessionen aus allen europäischen Länder kommen zusammen und arbeiten gemeinsam an einem geistlichen Thema: Katholiken, Orthodoxe, Anglikaner, Waldenser, Reformierte und Lutheraner. Gegenseitiges Interesse am Anderen und die Suche nach allem Gemeinsamen prägen die inhaltliche Auseinandersetzung.

Abschied nach vielen Jahren Mitarbeit

Viele Jahre war Gaby Gerg aus Lenggries im Kirchenvorstand, in der Dekanatssynode, im religionspädagogischen Arbeitskreis, in der Partnerschaftsarbeit mit Palästina und in verschiedenen Ausschüssen aktiv. Nach ihrem Rücktritt im Kirchenvorstand scheidet die emsige Katechetin nun auch aus dem Präsidium der Dekanatssynode und aus dem Dekanatsausschuss aus. Die Pfarrerstochter und gebürtige Westfälin und hat es nach ihrer Heirat ins bayerische Oberland verschlagen, wo sie sich mit großem Einsatz in ihrer neuen Kirchengemeinde Lenggries und später auch dekanatsweit engagierte. Mit Bedauern und herzlichem Dank verabschiedete Dekan Martin Steinbach Gaby Gerg im letzten Dekanatsausschuss unter großem Beifall der anwesenden Ausschussmitglieder.

Kirchengemeinden unterstützen Flüchtlingshelferkreise

 

Bei der Mitgliederversammlung des Evangelischen Bildungswerks Bad Tölz ging es diesmal – neben den üblichen Regularien – um Möglichkeiten der Kirchengemeinden, die örtlichen Asylhelferkreise zu unterstützen. Beim „Best Practice“ – Ideenaustausch berichtete der Jugendliche Michael Sörgel über die Initiative der Jugendgruppe in Lenggries, die mit verschiedenen Angeboten auf Flüchtlinge zugegangen ist, und mit diesen ein Fußball-Turnier organisiert hat. "Das hat unsere Gruppe zusammengeschweißt" resümierte Sörgel.
Jörg Vogel aus Icking berichtete, dass die Kirchengemeinde auf Grund ihrer günstig gelegenen Räumlichkeiten zu einer Art Asyl-Zentrum geworden ist. Die Gemeinde bot hier Fortbildungen u.a. zum interkulturellen Dialog an. Die interkulturellen Themen werden der Gemeinde bleiben, auch wenn viele Flüchtlinge wieder umgesiedelt werden.
Erwin Braukmann stellte die Initiative „Fahrradwerkstatt“ in Wolfratshausen vor.

500 Jahre Reinheitsgebote

In diesem Jahr jährt sich, worauf wir Bayern besonders stolz sind: Vor 500 Jahren, am 23. April 1516 erließ der bayerische Herzog Wilhelm IV. das Reinheitsgebot für Bier. Damit sollte das Brauen auf die Verwendung der vier natürlichen Zutaten Wasser, Hopfen, Malz und Hefe beschränkt bleiben. Damals übliche Zutaten wie Tollkirsche und andere giftige und berauschende Pflanzen blieben damit tabu. Auch heute noch dürfen in Deutschland bei der Bierherstellung keine Enzyme, Aromen und Konservierungsstoffe verwendet werden. Bier galt schon immer als Grundnahrungsmittel, sein Genuss sollte dem Wohl des Menschen dienen und nicht seine Gesundheit gefährden.

Im kommenden Jahr feiern wir dann den 500. Jahrestag eines weiteren Reinheitsgebotes: Am 31. Oktober 1517 kämpfte Martin Luther mit seinen 95 Thesen für die Reinheit des Evangeliums ...

Mitgliederversammlung im EBW

Am Donnerstag, 21. April 2016, lädt das Evangelische Bildungswerk Bad Tölz zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung ins Evangelische Gemeindehaus Bad Tölz ein. Die MV ist neben den üblichen Regularien auch als Netzwerktreffen der „Bildungsveranstalter“ und Bildungsverantwortlichen in den Gemeinden gedacht. Diesmal bietet das EBW an, sich über Möglichkeiten der Unterstützung von Asylhelferkreisen durch die örtlichen EBWs auszutauschen. Dazu werden einige Gemeinden gelungene Beispiele einbringen und vorstellen. Im Regularienteil wird der Vorstand ...

Besuch in der Mayer'schen Hofkunstanstalt

 

Unserem Kollegen Matthias Striebeck (Neuhaus) war eine tolle Exkursion im Rahmen der dekanatlichen Pfarrkonferenzen zu verdanken. Seine Beziehungen ermöglichten dem Gremium, einen Blick hinter die Kulissen und dort auf die Arbeit der Mayer'schen Hofkunstanstalt in München zu werfen. Seit 1847 bietet diese international führende Glasmalerei- und Mosaikwerkstätte höchste Qualität in handwerklichem und künstlerischem Sinne. Mit seinen weltweiten Beziehungen und ausgeführten Projekten sichert sich das Unternehmen mit seinen ca. 50 Mitarbeitenden Aufträge von München bis New York und in die arabische Welt. Kunden der Hofkunstanstalt sind u.a. Kirchen und islamische Zentren, Verkehrsgesellschaften und Bankhäuser, Künstler und private Auftraggeber. Von der Gestaltung biederer Glasfenster für Kirchen in USA bis hin zu beeidruckender, moderner Glaskunst in Krankenhäusern und Firmensitzen, war für die Gäste die vielseitige Palette der Arbeit und Gestaltungsmöglichkeiten zu bestaunen. Ein lohnender Ausflug im Herzen Münchens.

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